Desone Modulare Akustik
Ingenieurgesellschaft für Schalltechnik mbH
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Messung von Akustikwerten

Um die Leistungsfähigkeit unserer Produkte in akustischer Hinsicht eindeutig zu beschreiben werden von uns die Norm-Schall­pegel­differenz und die Nachhallzeit angegeben. Eine weitere akustische Kenn­größe ist die Norm-Tritt­schall­pegel­differenz.

Die Norm-Schallpegeldifferenz

Als Kenngröße für Schallschutzkabinen aller Art wird die Schallpegel­differenz angegeben und nicht das Bau­schall­dämm­maß, wie es z.B. in der Bauakustik verbreitet ist. Diese Schall­pegel­differenz wird im Prinzip wie folgt bestimmt:

Im Aufstellraum, außerhalb der Schall­dämm­kabine, befindet sich eine Schallquelle. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Dodekaeder mit 12 Lautsprechern, der eine kugelförmige Abstrahl­charakteristik simuliert. Diese Schallquelle strahlt ein genau definiertes Signal aus - ein von einem Ton­generator elektronisch erzeugtes Rauschen. Die Stärke des im Innern der Kabine noch vorhandenen Empfangssignals wird mit einem hoch­empfindlichen, geeichten Mess­mikrofon gemessen. Ergänzend wird auch die umgekehrte Wirkrichtung, also von innen nach außen, untersucht.

Aus dem Verhältnis zwischen Ausgangs­signal und Empfangs­signal ergibt sich dann rechnerisch die Schall­pegel­differenz. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um einfache Pegel­differenzen im Sinne einer Subtraktion. Vielmehr unterscheidet man nach ISO 140-4 die "Standard-Schallpegel­differenz", bezogen auf eine normierte Nachhallzeit, von der auf eine normierte Absorptions­fläche bezogenen "Norm-Schallpegel­differenz".

Da Schall­pegel­differenzen immer frequenz­abhängig sind, werden diese mit Hilfe von Bezugs­kurven nach ISO 717-1 noch in Einzahlwerte umgerechnet und dann als "bewertet" bezeichnet. Der betrachtete Frequenz­bereich erstreckt sich dabei von 100 bis 3150 Hz.

Diese bewertete Norm-Schallpegel­differenz D (Index n,w) ist die von uns angegebene Kenngröße für die Reduzierung des Luftschallpegels durch unsere Schalldämmkabinen.

Die Nachhallzeit

Zur rechnerischen Ermittlung der Schallpegeldifferenzen ist immer auch die Nachhallzeit T von Bedeutung. Sie gibt Auskunft über das frequenzabhängige Absorptionsvermögen eines Raumes. Durch Absorption wird dem Schallfeld Energie entzogen, womit sie sich auch auf die ermittelten Schallpegeldifferenzen auswirkt.

Zur Ermittlung der Nachhallzeit wird der zu prüfende Raum (bzw. die Kabine) ebenfalls mittels Dodekaeder und Rauschen beschallt. Nach dem Abschalten des Signals schwingt der angeregte Raum noch einen kurzen Moment nach - die Abklingzeit bis zu einer Reststärke des Schalldruckpegels von 60 dB wird als Nachhallzeit T bezeichnet.

Die Nachhallzeit bewegt sich in Schalldämmkabinen meist zwischen 0,1 und 0,5 s, je nach Art und Umfang der vorgesehenen Absorptionsmaßnahmen.

Die Norm-Trittschallpegeldifferenz

Trittschall entsteht nicht nur beim Begehen eines Raumes, sondern z.B. auch beim Möbelrücken, beim Herabfallen von Gegen­ständen oder beim Betrieb von Haushalts­geräten. Klopfen, Bohren, Hämmern oder andere Anregungen durch Vibrationen werden als Körperschall bezeichnet.

Um den Einfluss von Tritt- bzw. Körperschall beschreiben zu können wird dieser zunächst künstlich durch ein sogenanntes Norm-Hammerwerk erzeugt. Dabei klopfen Hämmer in genau definierter Weise und Stärke auf den Raumboden - die Stärke des im Innern einer Kabine noch empfangenen Restsignals wird gemessen. Dabei wird der störende Luftschallanteil des Geräts, also sein Eigengeräusch, rechnerisch berücksichtigt.

Wie auch bei der Norm-Schall­pegel­differenz wird die Norm-Tritt­schall­pegel-Differenz L dann rechnerisch aus den Pegel­differenzen unter Berücksichtigung der Nach­hall­zeiten ermittelt.

Mikrofon-Rotator und Dodekaeder
Messmikrofon und Dodekaeder-Lautsprecher
Akustik-Messung vor Ort
Akustikmessung "in situ"
Trittschallerzeugung mit Normhammerwerk
Trittschallerzeugung mit Normhammerwerk