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Desone Modulare Akustik
Ingenieurgesellschaft für Schalltechnik mbH
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Der Selbstbau

Sehr viele Musiker haben Probleme mit Lärm - meist, weil sich Nachbarn beschweren, gelegentlich auch, weil Geräusche aus der Umgebung beim Musizieren stören. Der Wunsch nach Abhilfe ist also groß, aber es existiert meist keine rechte Vorstellung davon, mit welchem Aufwand man welches Ergebnis erzielen kann.

In Musikerkreisen ist die Auffassung verbreitet, man müsse lediglich einige der bekannten "Eierkartons" oder einige Dämm-Matten an den Raumwänden anbringen, und die Lärmprobleme seien gelöst.

Und wenn nur nach einer Seite des Raums ein hellhöriger Nachbar wohne, dann genüge es, nur diese eine Wand zu dämmen. Das Material könne man günstig im Baumarkt erwerben, den Rest mache man dann in Eigenregie.

Diese und ähnliche Einschätzungen werden an uns herangetragen und mancher ist überrascht, welchen Aufwand wir bei unseren Übungskabinen treiben, um eine Dämmwirkung zu erreichen, die das realisiert, was an Schallschutz notwendig und auch machbar ist.

Prinzipiell ist es natürlich möglich, eine Schallkabine selbst zu bauen oder auch einen Festeinbau einer Dämmkonstruktion vorzunehmen (was in Mietwohnungen allerdings keinen Sinn macht und auch nicht ohne Weiteres zulässig ist), man findet sogar gelegentlich im Internet mehr oder weniger ausführliche Bauanleitungen hierfür. Dazu notwendig sind einiges an handwerklichen Fähigkeiten, die entsprechende Ausrüstung und natürlich die Materialien. Und einiges Verwendbare kann man sicher auch im gut sortierten Fachmarkt kaufen - wobei durchaus nennenswerte Kosten anfallen.

Einige der Fragen, die dann entstehen: Was ist mit einer funktionierenden Lüftung, die die Dämmwirkung nicht schwächt? Und wie installiert man eine Innenbeleuchtung und Steckdosen? Wo bekommt man überhaupt Schallschutz-Fenster - oder rundum dicht zu verriegelnde Türen? Wie muss eine Kabine gelagert werden, um einen vernünftigen Trittschallschutz zu bekommen? Wie kann man das so bauen, dass man es bei einem Umzug überhaupt wieder auseinander bekommt und danach sogar wieder ordentlich zusammen - oder gar umgebaut, weil es sonst in der neuen Wohnung nicht mehr passt?

Weitere Fragen (und manche Antworten) hier